Flugblatt zum Warnstreik:Vorstand lässt Verhandlungen um Notdienste platzen!

Unser Flugblatt für den heutigen Warnstreik als download. Vorstand lässt Verhandlungen um Notdienste platzen! Es bleibt dabei: Beteiligt euch am 3. Februar am Warnstreik! Die Arbeitgeber der Länderbeschäftigten, vertreten durch Finanzminister Möllring, haben im Rahmen der Tarifauseinandersetzung 2009 auch beim zweiten Verhandlungstermin der Tarifrunde kein Angebot vorgelegt! Das ist ein respektloser Umgang und muss von uns mit Streiks entsprechend beantwortet werden! Um die Arbeitgeberseite überhaupt dazu zu bringen, ein Angebot vorzulegen, ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di daher entsprechend dem Beschluss der landesbezirklichen Arbeitskampfl eitung die Beschäftigten der Universitätsmedizin Göttingen zur Teilnahme an dem zentralen Warnstreiktag am 3. Februar 2009 auf. Aufgrund unserer Verantwortung, auch bei der Wahrnehmung des Grundrechts auf Streik (Artikel 9 Grundgesetz) die Sicherstellung der notwendigen, nicht verschiebbaren medizinischen Versorgung der Bevölkerung zu ermöglichen, haben wir unmittelbar nach dem Ende der zweiten Verhandlungsrunde mit der TdL ab Dienstag, dem 27. Januar 2009, versucht, mit dem Vorstand der Uniklinik Göttingen eine Notdienstvereinbarung abzuschließen. Entsprechend der mit der Medizinischen Hochschule Hannover abgeschlossenen Vereinbarung haben wir uns dabei an dem Versorgungsniveau orientiert, das an Wochenfeiertagen gilt. Leider ist der Vorstand der Uniklinik zu so einem Kompromiss nicht bereit! Er hat darauf bestanden, trotz des Warnstreiks einen nahezu uneingeschränkten OP-Betrieb durchzuführen. Das haben wir jedoch abgelehnt, da damit der Warnstreik zur Farce wird. Eine Notdienstvereinbarung für die Uniklinik Göttingen ist damit nicht zustande gekommen. Wir fühlen uns aber trotzdem an unser letztes, in Absprache mit den KollegInnen aus dem OP-Bereich dem Vorstand am 31. Januar 2009 unterbreitetes Angebot gebunden und rufen daher nur in dem dort festgelegten Umfang für den 3. Februar 2009 zum Warnstreik auf. Konkret bedeutet dies Folgendes: • Im Pflegedienst und in den anderen Bereichen/Berufsgruppen wird nach dem Dienstplan für Wochenfeiertage gearbeitet. Also: Organisiert in Eurem Bereich die Wochenfeiertagbesetzung. Alle anderen Beschäftigten, die nicht für die Wochenfeiertagsbesetzung gebraucht werden, können uneingeschränkt streiken und mit zur Demonstration nach Hannover fahren! • Gibt es in Eurem Bereich keine Wochenfeiertagbesetzung könnt Ihr Euch alle uneingeschränkt am Warnstreik beteiligen! • Alle Beschäftigten der Bereiche Gastronomie und Hauswirtschaftlicher Dienst (außerhalb des OP- Bereichs) sind wegen der Tätigkeit der ausgelagerten GmbHen uneingeschränkt zum Warnstreik aufgerufen! • Lediglich in den OP-Bereichen gilt eine besondere Besetzung. Die Beschäftigten dort sind informiert. Für eine verantwortungsvolle Sicherstellung der notwendigen, nicht verschiebbaren medizinischen Versorgung der Bevölkerung ist damit uneingeschränkt gesorgt! Kolleginnen und Kollegen: Wir haben das Recht, uns am 3. Februar am ganztägigen Warnstreik zu beteiligen! Es liegt jetzt an uns allen, auf die Politik Möllrings und des Vorstands angemessen zu antworten: Streiken und zur zentralen Demonstration nach Hannover fahren! V. i.S.d.P.: Horst Roth, ver.di Geschäftsstelle Göttingen, Groner Tor Str.32, 37073 Göttingen
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